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Migräneattacke- was tun?

Wie ihr vielleicht aus meinen YouTube-Videos wisst, habe ich seit ungefähr 22 Jahren Migräne. Es gab dabei mal schlimmere und mal bessere Zeiten und der Durchschnitt liegt immer so bei 10 bis 15 Tagen im Monat. An diesen Tagen versuche ich soweit es geht mit Zähne zusammenbeißen und im Notfall Medikamenten den Alltag zu bewältigen, aber bei richtig starken Attacken muss man sich einfach ausruhen.

Tipps bei einer Migräneattacke

1. Akzeptieren

Akzeptiere den Zustand und betrachte ihn als Zeichen deines Körpers. Er braucht Ruhe und je mehr man sich über die Schmerzen ärgert, desto schlimmer wird es. Erinnere dich immer wieder daran, dass die Welt nicht untergeht, nur weil du jetzt höchstens 24 bis 72 Stunden „raus“ bist. Gönn dir diese Auszeit, denn nur so kann es besser werden!

2.Vorbereitung

Sei immer auf eine Attacke vorbereitet, indem du dein Schlafzimmer mit einem Abdunkelungsrollo ausstattest, Ohropax bereit hältst und Kühlkissen in der Eistruhe aufbewahrst. Ich habe besonders mit den Rollos gute Erfahrung gemacht, da sie wirklich viel besser abdunkeln und inzwischen gibt es auch richtig schöne Modelle, wie bei dachfenster-rollo-shop.de.
Falls es noch etwas anderes gibt was dir während der Migräne gut tut wie Nüsse, Chips, Wärmflasche oder Ähnliches, dann habe auch das immer griffbereit.

3. Zeit und Ruhe

Sobald es etwas besser wird nicht sofort durchdrehen und wieder aus dem Bett hüpfen. Innerhalb der 72 Stunden nach Beginn der Attacke sollte man sich immer schonen, damit die Schmerzen nicht wieder stärker werden.

Es gibt noch viele andere Tipps von Tigerbalm bis hin zu Akupressur, aber meiner Erfahrung nach sind es diese paar Dinge, die wirklich zählen und einem die Zeit erträglicher machen.

Das Wichtigste ist dabei immer die Psyche: Auch wenn ihr jung seid und mal wieder die Hälfte des Monats nur im Bett gelegen habt, gebt nicht auf. Ich tue es auch nicht und versuche jede Stunde ohne Attacke zu genießen und gebe die Hoffnung nicht auf irgendwann etwas zu finden was gegen meine Migräne hilft.

Dieser Artikel ist von dachfenster-rollo-shop.de gesponsort.

14 Kommentare

  1. Caro sagt

    Hallochen, ich weiss genau wie es dir geht, gerade heute hatte/habe ich auch wieder eine Migräneattacke. Abdunkeln und Ruhe ist echt das beste. Aber wenn es mich erwischt, ist der Tag auch für mich gelaufen. Was du noch ausprobieren könntest, ist Euminz. Wenn ich früh schon mit einem komischen Gefühl aufwache, reibe ich mir das auf meinen Nacken und Schläfen und das hilft auch bisschen.

    Danke für deine Offenheit. Ich find deine Videos Klasse 🙂

    • Andrea Morgenstern sagt

      Ich hoffe es geht dir besser! Danke für den Tipp- bisher haben Tigerbalm etc bei mir nicht so viel gebracht, aber ich schaue es mir mal an 🙂 lg

  2. Olivia sagt

    Hallo Andrea,

    ich hab zwar (zum Glück) keine Migräne (dafür anderen Mist), aber ich kenne das Krankheitsbild von meiner Schwester.
    Sie hatte früher sehr oft Attacken :o(
    Schlimm war das, und da half echt nur ein abgedunkelter Raum und absolute Ruhe.
    Heute hat sie glücklicherweise damit keine Probleme mehr bzw. sind die Schmerzattacken sehr selten geworden und dann bei weitem nicht mehr so krass. Aus heutiger Sicht, glaube ich, dass es ein hormonelles Ding war, aber wer weiss das schon genau?

    Neulich bin ich im Taunus (bei Frannkfurt) unterwegs gewesen und im Vorbeifahren ist mir die Klinik ins Auge gesprungen:
    http://www.migraene-klinik.de/de/home/
    Hab sofort an dich gedacht ;o)
    Hab mich jetzt nicht durch die Seite geklickt, aber vielleicht gibt es dort ja Erkenntnisse, die dich (oder andere betroffene Leser) irgendwie weiterbringen!?

    Alles Gute :o)
    Olivia

    • Andrea Morgenstern sagt

      Vielen lieben Dank Olivia!! Und wie toll, dass es deiner Sis besser geht!!

  3. Oje, 10 bis 15 Tage im Monat, das klingt nach Horror. Hast du schon mal alternative Therapien ausprobiert, z. B. Osteopathie, Entgiftungen etc.? Ich würde mich nicht damit zufrieden geben, das nun den Rest des Lebens aushalten zu müssen.

  4. Liebe Andrea, ich fuehle da wirklich mit dir! Hab es gluecklicherweise nicht so oft wie du aber wenn, dann bin auch immer 24 Stunden mindestens raus. Hast du schonmal Osteopathie versucht? Eine Bekannte von mir hat eine Verschiebung der Schaedelplatte um nur ein paar Millimeter gehabt und das konnte wieder „eingerenkt“ werden. Vielleicht nochmal eine Idee fuer dich 🙂

    lg, sonja

    • Andrea Morgenstern sagt

      Ja, leider hat mir das bisher noch nicht geholfen. Aber ich gebe ja nicht auf 😉 Alles Liebe dir!

  5. Was Du mit dem Kopf hast, habe ich mit dem Magen. Es ist einfach schrecklich, wenn man immer wieder ausfällt. Es ist super, wie offen Du über dieses Problem sprichst. Hut ab !!

  6. Kathleen sagt

    Liebe Andrea,
    ich bin gerade durch Zufall auf deinen Blog und auf diesen Beitrag gestoßen.

    Krass! So oft hast oder hattest Du Migräne. Das ist schon ziemlich erstaunlich.
    Ich habe auch seit meiner Kindheit Migräne – allerdings in einem vergleichsweise geringem Ausmaß. Dennoch: für mich ist jede Attacke schlimm, weil ich mich meinem Körper einfach ausgeliefert fühle.
    Ich habe für mich herausgefunden, dass es Stress und Wetterumschwünge sind. Mit den Jahren bekommt man ja ein Gefühl für sich und seinen Kopf.
    Ich habe einige Zeit als Teenie eine Entspannungstherapie gemacht – auch um normalen Kopfschmerzen vorzubeugen. Bei heutigen Migräneattacken wende ich diese Technik noch immer an.
    Ansonsten kam bei mir viel über die Pille. Ich habe mit meiner Frauenärztin einiges ausprobiert. Es gab Phasen, da hatte ich wöchentlich Attacken. Ich bin weg vom Östrogen und habe zumindest das Gefühl, dass ein östrogenfreies Mittel schon mal sehr geholfen hat.

    Auf einen ordentlichen Tagesrhythmus achte ich auch und den Tipp mit dem Magnesium hätte ich dir auch gern geben wollen.
    Doch was vielleicht noch viel wertvoller ist: Du sagst selber in Deinem Video, dass du glücklich bist.
    Und ich glaube, dass das ganz viel ausmacht! Meine Attacken sind auf ein wahnsinnig kleines Maß reduziert (etwa 2-3 Mal im Jahr – ich sag ja, mega gering!), seitdem ich meinen Freund habe. Das klingt echt albern, ich weiß. Aber irgendwie hat das was gemacht – vielleicht so eine kleine Stabilität, eine Sicherheit, ein Selbstvertrauen, ein Mit-sich-eins-sein. Ich sag nicht, dass ein Partner das Heilmittel ist – das meine ich nicht. Aber du hast selber die Psyche angesprochen. Mit sich im Reinen sein.
    Dir haben diese Nahrungsergänzungsmittel geholfen – vl darf ein kleiner Placeboeffekt dir zusätzlich gut tun. Du meintest, es ist sofort schlechter geworden, als du es abgesetzt hast. Klar, Psyche. Dieses Enzym hilft dir und das ist wichtigste!

    Im übrigen merke ich auch, wenn ich Attacken bekomme: Ich bin wie aufgezogen und denke immer „na, die nächste Klatsche wird schon kommen!“ und ich komme auf die einfachsten Begriffe nicht mehr.
    Wenn alles nichts hilft und tatsächlich sich mein Gehirn „resetet“ (so nenne ich das und beschreibedas immer – der Neustart meines Systems/meines Gehirns als Überlastungsschutz), hilft nur noch Schlafen und Ruhe. Ich habe den eigentlichen Anfall nur einen Tag, er beginnt mit einer Aura, der ich mich ausgeliefert fühle. Wenn die vorbei ist, geht der Fleischerhaken im Gehirn richtig los – mal wird der Schmerz von Lähmungen oder Übelkeit begleitet, mal nicht. Am nächsten Tag fühle ich mich wie nach einer durchzechten Nacht, die Augenringe grau und tief und das Gehirn puckert nach. Aber das schlimmste ist hinter mir.

    Jetzt habe ich soviel geschrieben. Aber ich habe mich gerade das erste Mal verstanden gefühlt. Ja, nachvollziehbar. Die Sprüche, die Witze. Das man den Schmerz oder die Krankheit nicht sieht. Ich wünschte, dieses Gefühl könnte über einem visualisiert werden – eine Gewitterwolke wäre jedoch zu gering!
    Menschen, die dich wirklich kennen und die dich lieb haben (du hast deinen Papa angesprochen), sehen es aber und merken es. Unterstützen dich 🙂

    Danke und weiterhin alles Gute,
    Kathleen

    • Andrea Morgenstern sagt

      Hey Kathleen,

      ich kann dir bei vielen punkten nur zustimmen! Toll, dass du das nochmal aufgeschrieben hast! Liebe Grüße,
      Andrea

  7. ich hatte kürzlich innert zwei minuten plötzlich fürchterliche schmerzen oberhalb des nackens und mir wurde schwindelig und übel. ich zitterte und frohr erbärmlich, meine beine versagten fast. mein atzt meinte, es seie eine migräneattacke. mit infusion und schmerzmittel wurde es besser, jedoch bin ich immer noch sehr benebelt und die kopfschmerzen sind noch dumpf da…ist es wirklich möglich, dass eine migräneattacke in wenigen minuten kommen kann?
    danke für ihre auskunft.
    freundliche grüsse
    susanne von dach

  8. Helena sagt

    Ich leide auch an chronischer Migräne und bin sehr dankbar für deine Videos.
    Dadurch fühlt man sich nicht als einzige 22 jährige Aliendame, die die meiste Zeit des Monats im Bett verbringt mit blauer Kühlbrille auf dem Kopf.

    Liebe Grüße und viele schöne Momente dir!

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