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Solidarität im Alltag

Menschen aus Papier

Was bedeutet eigentlich Solidarität für dich? Und was bedeutet es für mich?
Als ich mir die Frage gestellt habe dachte ich zuerst „Das ist doch ganz einfach!“ und merkte dann schnell, dass es eben doch nicht so einfach ist zu erklären.
Ich habe ja Soziale Arbeit studiert und auch viel mit hilfebedürftigen Menschen gearbeitet und was sich für mich immer wieder als die Basis herausstellte ist sich auf Augenhöhe zu begegnen. Viele Menschen, besonders Wohnungslose, sind es oft gewohnt, dass sie nicht so behandelt werden und sind dadurch dem Gegenüber anfangs häufig skeptisch. Doch umso schöner ist dann das Erlebnis, wenn man sich mit ihnen hinsetzt bei einem Tee, zum Beispiel im Café Augenblick in der Schanze, und sich mit ihnen unterhält, sich für sie interessiert und ihnen so begegnet wie man es auch Menschen mit einer Wohnung und sauberer Kleidung tun würde.
Manchmal ist diese Augenhöhe jedoch gar nicht so einfach, da wir Menschen bewusst und unbewusst doch mehr Vorurteile und Ängste herumtragen, als wir denken. So kann es auch einen großen Wert für uns und unseren weiteren Lebensweg beinhalten, wenn wir uns einfach mal auf Menschen einlassen, die wir sonst eher meiden würden.
Sich gegenseitig auf Augenhöhe zu begegnen, zusammenzuhalten und sich zu unterstützen – das bedeutet für mich Solidarität in unserer Gesellschaft. Hilfe kann dabei schon in einer kurzen, netten Unterhaltung mit der immer so einsam wirkenden alten Dame von nebenan sein oder auch eine Sach- oder Geldspende für eine Organisation oder ein Projekt sein.
Das wundervolle an Solidarität ist, dass wir sie alle jeden Tag im Kleinen und Großen leben können. Wir können sofort damit anfangen nicht mehr nur an uns selbst zu denken, sondern auch an andere Menschen!

Helfen in Deutschland

In Deutschland gibt es bereits eine ganze Menge Leute, die sich sozial für andere einsetzen und das auf unterschiedlichsten Wegen. Die Fernsehlotterie bietet diesen Helfern auf der Website Du Bist Ein Gewinn eine Plattform, auf der sie die Möglichkeit haben einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren und  Förderung für ihre Projekte zu bekommen. Es lässt sich so bei #DBEG ein wirklich motivierender Überblick an vielen wundervollen Aktionen finden. Sie zeigen, dass wirklich jeder von uns helfen kann.

Flüchtlingshilfe

Wie engagiere ich mich?

Ich habe mich in meinem Leben vor allem immer viel mit meiner Zeit engagiert und Menschen direkt unterstützt. Sei es in der Arbeit mit Kindern, jungen Müttern, Drogenabhängigen, Wohnungslosen, Menschen mit Behinderungen und alten sowie psychisch kranken Menschen. Manchmal waren es Gespräche, manchmal waren es Freizeitaktivitäten, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder es ging darum Spenden für einen guten Zweck durch Waffeln verkaufen zu sammeln.
Aktuell schaffe ich es leider nicht mich verbindlich planmäßig vor Ort zu engagieren, dafür helfe ich regelmäßig verschiedenen Aktionen und Organisationen mit Geldspenden oder auch Sachspenden. Früher hatte ich eher Zeit als Geld und da es aktuell eher andersherum ist helfe ich derzeit auf diesen Wegen.
Doch es sind oft auch kleine Dinge, die ich schon fast unbewusst mache und die nicht viel Zeit kosten und anderen Menschen etwas Gutes tun. So schnüre ich regelmäßig kleine Pakete mit leckerem Essen und Trinken für Wohnungslose, die bei mir in der Straße leben. Manchmal gebe ich ihnen auch Geld, aber generell gebe ich Menschen lieber Nahrung, Decken oder Kleidung.
Ich sortiere auch regelmäßig meine Kleidung aus und habe gerade erst letzten Monat mehrere Kisten an Klamotten, Schuhen und Co an ein Frauenhaus spenden wollen. Da diese in Hamburg gerade alle keinen Bedarf hatten habe ich es an eine Diakonie bei mir in der Heimat gespendet. Ich weiß, dass die Sachen dort gut bei den richtigen Menschen ankommen.

Insgesamt war ich nie ein Fan davon groß zu erzählen wieviel ich wo spende, doch während ich diesen Artikel schreibe frage ich mich gerade warum eigentlich. Denn eigentlich wäre es doch gut damit andere Leute auch zu motivieren, oder? Was denkt ihr darüber? Sieht so etwas eher aus, als würde sich jemand gerne damit brüsten wie großzügig er ist, oder kann man es auch als Motivation für andere sehen?

Es gibt so viele Arten, wie man anderen Menschen helfen kann mit Zeit oder Geld und selbst im Kleinen ist es für jeden Menschen möglich einen Teil zu einem solidarischen Miteinander beizutragen.

Möglichkeiten anderen Menschen aktiv zu helfen:

  • Kindern vorlesen
  • Einkaufen und Vorlesen für ältere Menschen
  • Musik machen mit Jugendlichen
  • Wohnungslosen Pakete mit Essen oder Kleidung schnüren
  • Schüler Coaching durch Nachhilfe
  • Kleidung oder nützliche Gegenstände spenden
  • uvm

Soziale Projekte in Hamburg mit Geld oder Zeit unterstützen:

  • Dunkelziffer e.V – Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder
  • Café Augenblick- Essen und Beratung für bedürftige Menschen in der Sternschanze
  • Task Force für effektive Prävention von Genitalverstümmelung
  • Kiez Kick Fußball der der Kulturen von St.Pauli
  • Migrantenmedizin – medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung von Hoffnungsorte Hamburg
  • Klinik-Clowns für Hamburg
  • Hamburger mit Herz
  • Bahnhofsmission Hamburg
  • Flüchtlingshilfe, beispielsweise der Diakonie

Websiten auf denen man sich informieren kann wo man in Hamburg mit Zeit helfen kann:

Das sind einige Beispiele von Hilfsprojekten und Organisationen in Hamburg, doch es gibt sicher auch zahlreiche in deiner Stadt.

Und solltest du gerne Geld an einen Verein oder eine Organisation spenden wollen, bist dir aber nicht sicher ob diese wirklich gut ist und das Geld ankommt, dann schau doch mal beim Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen vorbei. Ich finde diese Seite sehr hilfreich und aufklärend.
Auf jeden Fall sollte es uns nicht abhalten zu spenden, nur weil wir gehört haben, dass bei manchen Organisationen das meiste Geld in die Verwaltung fließt. Es gibt immer solche und solche. Anstatt nichts zu tun, sollte man sich also lieber informieren und dann bewusst auswählen.

Insgesamt finde ich es wichtig auch die Tiere nicht unerwähnt zu lassen. Solidarität in unserer Gesellschaft bezieht sich auf Menschen, doch in meinen Augen gehören auch die Tiere als Lebewesen auf unserer Welt dazu. Sie können sich nicht in unserer Sprache äußern und um Hilfe schreien, also sollten auch wir hier solidarisch sein und für die Bedürftigen einstehen.

Wie setzt ihr euch solidarisch für andere Menschen ein? Vielleicht mit kleinen Aktionen im Alltag, oder sind es eher Spenden? Ich bin gespannt darauf eure Geschichten zu hören!

5 Kommentare

  1. Ein schöner Eintrag, der einem mal wieder zeigt, wie einfach es eigentlich ist, sich mit kleinen Dingen für andere einzusetzen. Und dass Tiere da mit dazu gehören finde ich auch!
    Ich selbst mache gerade ein Praktikum an einem Theater in Mexiko und arbeite nun zusätzlich zusammen mit einem Freund in einer Herberge für Migrantenkinder aus Honduras, El Salvador und Guatemala. Wir haben vor, den Kindern verschiedene kreative Techniken und Ideen zu vermitteln, von Street Art über Musik bis hin zu Theater, um ihnen eine Möglichkeit zu bieten, sich auszudrücken, zu beschäftigen und ihnen Themen auf eine andere Art und Weise zu vermitteln. Da freu ich mich achon sehr drauf, am Samstag geht’s los 😀
    Liebe Grüße, Jessy von A Trail of Glitter

    • Andrea Morgenstern sagt

      Oh Jessy das klingt ja nach einem wundervollen Projekt. Wirdst du darüber online berichten? Liebe Grüße

  2. anna d sagt

    Danke für den Hinweis mit den Hinweis und der Aktion. Ich kenne mich noch nicht so gut aus in dem Bereich und bin immer dankbar für so tolle Tipps.

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