Sicher habt ihr auch schon davon gelesen, gehört oder selbst Erfahrungen damit gemacht, denn überall ist es zu lesen: Wer erfolgreicher, besser, glücklicher sein möchte, kommt an einer Morgenroutine nicht vorbei!

Früher bestand meine Routine vor allem darin, wie im Roboter-Modus aufzustehen, Zähne zu putzen, dann essen und parallel das Handy oder Youtube checken. Zeit für mich selbst? Gab es nicht! Klar, dass sich das auch auf den ganzen Tag und meine Laune ausgewirkt hat. Oft war ich schon am Morgen gestresst und schnell reizbar.

Heute erzähle ich euch, was sich inzwischen geändert hat, was ich von dem Trend einer Morgenroutine wirklich halte und wieso dieser Podcast nicht die Anleitung für einen perfekten Start in den Tag ist.

Bitte erzählt mir in den Kommentaren auch unbedingt von euren Morgenritualen oder wieso ihr vielleicht denkt, dass genau das nichts für euch ist!

Relevante Links der Podcastfolge:

Morgenroutine

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das pure Leben mit Andrea Morgenstern.

Ich freue mich dass ihr wieder dabei seid, denn heute geht es wieder einmal um ein Thema, was mich sehr beschäftigt. Es ist ein Thema, dass man überall gehört, denn alle reden davon: der Morgenroutine.

Alle erfolgreichen Menschen machen schon dies und jenes bevor sie frühstücken. In den letzten Jahren scheint ein richtiger Hype darum entstanden zu sein, was ich persönlich aber richtig gut finde, solange es keinen Druck macht und man seine persönliche Routine findet.

Warum ich denke, dass es auch viele gesundheitliche Vorteile hat, werde ich euch auch gleich nochmal anhand meiner eigenen Erfahrungen erklären. Insgesamt bin ich auf jeden Fall überzeugt, dass eine auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Morgenroutine für viel mehr Lebensqualität sorgen kann! Für mich ist am Morgen eine bewusste Abfolge von Dingen, die mir persönlich guttun, der Grundbaustein der Selbstheilung gewesen (bzw. ist er auch immer noch) und daher ein wichtiger Teil meines Tages.

Vorher hatte ich ehrlich gesagt all die Jahre keine wirklich entspannte bzw. guttuende Morgenroutine.

Mein Morgen sah eher so aus, dass ich aus dem Bett gefallen bin, dann schnell was gegessen habe und dabei schon irgendetwas auf dem Handy gelesen habe.

 

Früher habe ich dann auch viele Youtube-Videos geguckt, während ich gegessen habe. Dann schnell ins Bad, fertig machen und los. An freien Tagen kam vielleicht noch eine Runde Sport dazwischen, aber eigentlich war es das dann auch schon. Eigentlich war es eher so eine hektische Abfolge von allem, was sein muss.

So bin ich also fast jeden Tag hektisch und meist zu spät dran in meinen Tag gestartet. Wenn ich das so mit meinem jetzigen Leben vergleiche, ist es wirklich kein Wunder, dass ich so weit entfernt war von meinen eigenen Bedürfnissen (sowohl physisch als auch psychisch), denn schließlich habe ich nach dem Schlafen einfach angefangen zu funktionieren und mich sofort in das Außen zu begeben, z.B. durch Kommunikation.

In den letzten Jahren habe ich dann angefangen, immer mehr Ruhe in meinen Morgen rein zu bekommen und nach und nach verschiedene Sachen ausprobiert, um etwas an diesem Dauerstress zu lösen und herauszufinden, was mir wirklich guttut, was für mich morgens funktioniert. Damals wäre ich auf jeden Fall nicht bereit gewesen, mir eine superkrasse gesundheitsbewusste Morgenroutine anzulegen, während ich überhaupt noch ganz am Anfang stand. Bei mir war alles nur purer Stress und Funktionieren und es gab keine 5 Minuten, in denen ich einfach nur ruhig dasaß und nichts gemacht habe. Demnach war es gut, dass ich mich Stück für Stück da herangetastet habe.

Was eine Zeit lang für mich funktioniert, ist nicht zwangsläufig auf Dauer das Richtige.

 

Genauso kann man keine Morgenroutine einfach von jemand anderen übernehmen und erwarten, dass sie bei einem selbst den gleichen Effekt hat. Ich kann jetzt also nicht sagen: Bei mir hat das und das geholfen, dass ich jetzt gesünder, ausgeglichen und glücklicher bin –  weil das bei dir vielleicht ganz andere Sachen sind.

Wir haben einfach auch unterschiedliche Bedürfnisse und Grundvoraussetzungen. Das, was meines Erachtens nach aber essentiell ist bei einer Morgenroutine, ist, dass wir uns nach dem Aufstehen nicht sofort ins Außen wenden. Für mich persönlich macht es überhaupt keinen Sinn, dass ich, ohne zu wissen wo ich überhaupt heute mit mir selbst stehe (wie ich mich fühle, wie ich drauf bin und was für Themen in meinem Kopf herumschwirren) mich sofort in den Kontakt mit meiner Umwelt begebe.

Deswegen finde ich es unheimlich wichtig, sich am Morgen erst einmal etwas Zeit zu geben, um sich erst einmal nach innen zu kehren und Achtsamkeit zu üben. Wie geht es mir heute eigentlich? Wie fühlt sich mein Körper eigentlich an? Was für Emotionen sind da und gegen was wehre ich mich möglicherweise? Erst wenn wir wirklich wissen, wo wir mit uns heute stehen und alles ansehen, was da ist, können wir meiner Meinung nach nach außen treten und für uns selbst einstehen. Denn wie sollen wir in dieser lauten und wirklich hektischen Welt dafür sorgen, dass es uns gut geht, wenn wir eigentlich gar nicht wissen, wie es uns eigentlich gerade geht und was wir brauchen, um glücklich, gesund und zufrieden zu sein?

Wie sollen wir unsere innere Stimme hören, wenn wir mitten auf eine lauten Kreuzung stehen und hektisch von A nach B rennen?

 

Ich kann mir ein Leben ohne dieses Nach-innen-kehren am Morgen inzwischen wirklich überhaupt nicht mehr vorstellen, weil es eben das ist, was mir im Alltag die Möglichkeit gibt, auf mich zu achten und dafür zu sorgen, dass ich gesund bin und bleibe.

Eine Morgenroutine muss aber meiner Meinung nach nicht immer gleich und ewig lang sein.

Ich habe zum Beispiel mit 5 Minuten Meditieren begonnen und selbst das fiel mir am Anfang unfassbar schwer. Aber es war der Anfang von einer wirklich großen Veränderung.

Denn wir sind nun einmal das, was wir jeden Tag tun und nicht das, was wir einmal alle drei Monate tun.

 

Eine Morgenroutine kann also ganz unterschiedlich aussehen und zum Beispiel aus 3 Minuten Achtsamkeit (z.B. durch das Beobachten der Atmung) oder aus 3 Stunden für-sich-selbst-Zeit-nehmen bestehen.

Um Achtsamkeit zu üben, muss man auch nicht zwangsläufig meditieren, auch wenn ich davon – wie ihr wisst – ein großer Fan bin. Man kann auch einfach da sitzen, einen Tee trinken und seine eigenen Gedanken und Gefühle beobachten. Auch wenn das natürlich auch eine Form der Meditation ist, klingt das vielleicht erst einmal nicht ganz so groß und stresst einen nicht ganz so. Das Wichtigste ist, dass man bei sich selbst ist bzw. in sich selbst gekehrt ist. Das kann sein durch Yoga, Tee trinken, Meditation, Autogenes Training, Reiki, einfach nur dasitzen und wahrnehmen… Hauptsache ohne den Kontakt zur Außenwelt – also ohne Handy, Zeitung, Fernseher –  einfach wirklich bei sich selbst sein und alles andere einfach mal einen Moment auf stumm schalten.

Ich merke immer wieder, dass mir schon 5 Minuten am Morgen (wenn ich mal keine Zeit habe) einen großen Unterschied machen.

 

Manchmal denkt man ja Oh ich habe gar keine Zeit und wenn ich mir diese Zeit am Morgen nehmen, dann habe ich noch mehr Stress am Tag! Aber tatsächlich gibt es einen viel mehr Kraft, Power, Motivation und Produktivität, wenn man sich zuerst in seine eigene Kraft bringt, sich nach innen wendet und dann nach außen geht. Da kommt es eben darauf an, wieviel man sich selbst in diesem Bereich wert ist.

Vielleicht probiert man es erst einmal mit 5 Minuten und steht früher auf oder man nimmt sich gleich schon etwas mehr Zeit. Für mich persönlich investiere ich derzeit wirklich sehr, sehr viel Zeit (seit einem halben Jahr sind das mehrere Stunden) in meine Routine, die mich mit meinem Innenren verbindet und dafür sorgt, dass es mir gesundheitlich gut geht. Der Grund dafür ist auch, dass ich meine Selbstheilung gerade als wichtigsten Job in meinem Leben sehe, denn die Gesundheit ist einfach die Basis für all unser Tun. In meinen Augen sollte sie daher immer die allerwichtigste Rolle spielen.

Inzwischen sieht meine Routine so aus, dass ich meist zuerst Öl ziehe und dabei etwas Positives (z.B. ein bestimmtes Buch) lese (also z.B. keine Nachrichten) und ich das Handy dabei meist noch bis mittags auf Flugmodus habe. Das klappt tatsächlich nicht immer, aber meistens. Danach folgt das Zunge-reinigen, Zähneputzen usw. Wenn wir zuerst trinken oder essen bevor wir Zähne putzen oder Öl ziehen, dann spülen wir die Giftstoffe – laut Ayurvedalehre – wieder direkt in unseren Körper rein. Demnach spricht viel dafür, zuerst Öl zu ziehen.

Auf der anderen Seite spricht meiner Meinung nach viel dafür, zuerst zu Meditieren, weil wir nach dem Schlafen direkt aus diesem Frequenzbereich kommen, in den wir durch das Meditieren wieder rein wollen. D.h., wenn man gerade erst aufgewacht ist, kommt man viel leichter wieder in den alpha- und tetha-Bereich. Da bin ich also etwas hin- und hergerissen und mal mache ich es so und mal so rum. Es schadet ja auch nicht, dass Hirn noch etwas aktiv zu halten und nicht ewig die gleiche Routine zu haben.

Ich meditiere meistens so 20 Minuten – entweder frei oder mit der Headspace App. Danach mache ich meist noch 10 Minuten eine Art Gebet bzw. stelle ich mir mein Leben vor, wie ich es mir wünsche, es gern hätte und ich stelle mir vor, dass es jetzt schon Realität wäre. Dafür lest ihr am besten  Joe Dispenza – Du bist das Placebo. Das empfehle ich in fast jedem Podcast. Es geht darum, sich so zu fühlen, als wäre dieser Seins-Zustand jetzt schon da und ihn damit ins Leben zu rufen. Das kann ich jetzt nicht so einfach kurz fassen, wie genau das funktioniert, weil das auch ein wissenschaftlicher Hintergrund ist. Aber das Buch empfehle ich wie immer!

Danach mache ich meist Yin Yoga, für 20-60 Minuten, dann gibt es ein Ingwer-Zitronen Tee oder etwas anderes und ich fange frühestens nach dem Tee oder bei dem Tee an, mich mit dem Außen zu beschäftigen: in Form von Emails, Whatsapp, Instagram usw.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

 

Es gibt manchmal Ausnahmen, wo ich mir so denke Uhhh, ich habe da grad gar keinen Bock drauf und ich will alles andersherum machen! Dann höre ich auch auf meine Intuition,  obwohl ich die Morgenroutine, so wie sie jetzt ist, sehr, sehr liebe. Aber das Wichtigste ist meiner Meinung nach eben auch bei einer Morgenroutine, dass man nicht anfängt, sie zu brauchen. Mir geht es auch gut, wenn ich eine Woche habe, in der ich morgens nicht schaffe, genau diese Abfolge zu machen sondern viel weniger Zeit habe oder wenn ich 2 Wochen habe, in denen es anders ist.

Wäre das nämlich nicht so, dann würde ich meinen Ist-Zustand ja wieder von etwas im Außen abhängig machen und das möchte ich nicht. Das würde bedeuten, wenn ich diese ganzen Sachen, die für mich gut sind, nicht durchführen kann, dass es mir dann nicht so gut geht wie sonst.

Also bleibe ich flexibel und höre stets auf meine Intuition, was gut für mich ist.

 

Manchmal wache ich auch einfach auf und merke, dass ich heute aus irgendeinem Grund alles komplett anders machen möchte und dann ist die Reihenfolge vielleicht auch mal völlig durcheinander oder ich mache etwas ganz anderes, weil ich mich einfach danach fühle. Dann ist das auch in Ordnung!

Es geht eben genau darum, in dieser verrückten, bunten und lauten Welt wieder den Kontakt zu der eigenen Intuition, den Bedürfnissen und Gefühlen herzustellen und für sie einzustehen. Damit bildet man eine gute Basis, um gesund und stark durchs Leben gehen zu können und sich eben nicht wie ein Fähnchen im Wind von allem sofort aus der Balance bringen zu lassen, sondern einen Geist zu haben, der fest ist wie der Fels in der Brandung, der jedem Wetter trotzt, weil er in sich selbst stark ist. Wie sollen wir das können, wenn wir uns gar nicht mit unserem Inneren beschäftigen, keinen Raum lassen für Ruhe und Achtsamkeit?

Ich war früher wirklich sehr leicht reizbar. Manchmal musste morgens nur mein Puder auf die Badfliesen fallen, damit ich wieder an die Decke gehe.

 

Aber warum war das so? Warum hat mich das schon aus der Fassung gebracht? Weil ich wirklich weit von mir, meinen Gefühlen und Bedürfnissen entfernt war! Ich bin einfach immer aufgestanden und habe erwartet, zu funktionieren wie ein Roboter. Mein Körper soll einfach immer machen, was der Kopf denkt, was er tun soll, aber so eine richtige Einheit sind wir eigentlich nicht. Das hat sich zum Glück geändert.

Mit der Einführung der Morgenroutine, die sich wie gesagt auch immer wieder verändert hat (und es auch immer noch tut) und natürlich besonders mit Yin Yoga und der Meditationspraxis am Morgen bin ich im Alltag wirklich viel entspannter. Ich bin viel ausgeglichener, produktiver und bewusster. Ich war früher wirklich jemand, der  sehr schnell – in den eigenen vier Wänden 🙂 – an die Decke gegangen ist und aus der Balance geraten ist. Das hat sich um ein enormes Vielfaches geändert! Dieses ständige aus-der-Balance-geraten ist auch wirklich anstrengend – vielleicht kennt das der Ein oder Andere von euch. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. 

Ich habe jetzt wirklich viel mehr Lebensqualität und das „einfach nur“ dadurch, dass ich jetzt – bevor ich ins Außen gehe – mich immer erst nach Innen richte und schaue, was da so los ist.

Selbst 5 Minuten täglich können da einen riesigen Unterschied machen.

 

Deswegen möchte ich alle von euch, die ihr das noch nicht macht, dazu einladen, euch morgens nach dem Aufstehen erst einmal etwas Zeit für euch selbst zu nehmen.

Verbindet euch mit dem Körper und Geist, bevor ihr euch hinaus begebt in das spannende Spiel des Lebens 😉

Schaut erst einmal Wie geht es meinen Armen, meinen Beinen? Wie fühlt sich mein Bauch an, mein Rücken? Was für Gefühle sind da? Wofür bin ich dankbar? Wie habe ich eigentlich geschlafen? – ganz viele Fragen, die man sich und seinem Körper stellen kann, um erst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen.

Vergesst dabei aber nicht, dass so eine Routine immer auch wirklich machbar und auf euch persönlich abgestimmt sein sollte, damit sie auch den Effekt hat, etwas Positives für euch zu tun. Also falls ihr noch keine habt, probiert einfach mal aus und hört auf euer Gespür! Denn wenn ihr euren Morgen immer schon positiv startet, dann wird der Tag auch anders ablaufen, als wenn ihr ihn schon grummelig oder gestresst, einfach wie ein Roboter funktionierend, beginnt. Good vibes sorgen bekanntlich für mehr good vibes!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderschönen nächsten Morgen. Vielleicht habt ihr Bock, irgendetwas Neues einzuführen, irgendetwas zu ändern, zu kürzen, zu verlängern, was auch immer. Ich würde mich sehr über Feedback zu diesem Thema freuen: ob ihr schon eine Morgenroutine hat, wie diese aussieht, was ihr euch vorstellen könntet zu tun, was eure Gedanken dazu sind… Schreibt dazu gerne unter diesen Blogpost oder auf Instagram (als Direct Message).

Ich freue mich sehr auf euer Feedback und natürlich auch ganz ganz doll über eine 5-Sterne Bewertung bei iTunes. Dafür bin ich sehr dankbar und es lässt mein kleines Herzchen immer hoch hüpfen, wenn ich euer Feedback bekomme und sehe, dass ihr mögt, was ich mache!

Wenn ihr Freunde, Familie oder Verwandte habt, bei denen ihr merkt, dass sie immer nur im Außen und sehr gestresst sind, dann schickt ihnen vielleicht einfach mal diese Podcastfolge und schaut, was passiert. Vielleicht kann ich den ein oder anderen Nerv treffen und sie dazu ein bißchen inspirieren, mehr ins Innen zu gehen, bevor sie sich nach Außen wenden.

Ich wünsche euch einen wundervollen Tag und einen tollen nächsten Morgen und ich freue mich, wenn ihr wieder beim nächsten Mal dabei seid!

Machts gut!

Alles Liebe,

 

 

Pin It on Pinterest