Meist gibt es diese eine beste Freundin im Leben. Sie unterstützt uns bedingungslos, weiß genau, was wir brauchen und gerade fühlen und was gut für uns ist. Sie macht uns an den richtigen Stellen Mut und nimmt uns in den Arm, wenn wir es am dringendsten brauchen. Mit ihr können wir ganz wir selbst sein und loslassen, müssen uns nicht verstellen und uns erklären. Du wünschst dir solch einen Menschen an deiner Seite?

Ich fordere dich heute auf: Sei dir selbst deine beste Freundin!

Viele Jahre lang hatte ich nicht das Gefühl, dass meine innere Stimme aus Liebe zu mir spricht und diese Rolle übernimmt. Viele Unterhaltungen mit mir selbst liefen eher so ab: „Hab dich nicht so! Andere schaffen das doch auch oder willst du sie enttäuschen?“ Wenn es mir schlecht ging, habe ich dennoch durchgehalten. Wenn ich auf einer Party absolut keinen Spaß hatte, bin ich manchmal dennoch geblieben. Zu weit weg war die liebevolle Stimme, die sagte, dass ich o.k. bin, wie ich bin, dass ich nichts tun müsste, nur um anderen zu gefallen.

Und wie sieht das heute bei mir aus? Im Podcast nehme ich euch mit in zwei typische Situationen der letzten Tage, die mir bewusst gemacht haben, wie sehr ich meine eigene beste Freundin liebe. Umso schöner, dass ich sie immer bei mir habe.

Heute erzähle ich dir von meinen Erfahrungen und wieso ich denke, dass auch du dich fragen solltest: Wozu würde ich meiner besten Freundin gerade raten? Und dann handle danach!

 

Sei deine eigene beste Freundin

 

Heute möchte ich über ein sehr schönes Thema reden, dass mir immer wieder im Alltag gerade hier auch auf Bali, wo ich gerade bin, begegnet und bewusst geworden ist. Vor allen Dingen ist mir die Wichtigkeit dessen bewusst geworden, denn ich empfinde es als unglaublich wichtig, die eigene beste Freundin für sich selbst zu sein (bzw. der beste Freund. Ich bleibe jetzt der Einfachheit wegen beim Terminus „Freundin“, weil ich weiß, dass hauptsächlich Frauen zuhören. Aber, liebe Männer, bitte fühlt euch genauso angesprochen!).

Und warum? Das erzähle ich dir in der heutigen Podcastfolge!

Gehen wir doch erst einmal einen Schritt zurück und schauen uns an, was für eine beste Freundin du bist.

 

Was würdest du deiner besten Freundin sagen wenn sie Angst vor einer Prüfung hat?

 

Was würdest du ihr sagen, wenn sie sich nicht schön genug fühlt, wenn sie vor dem Spiegel steht und denkt, dass sie nicht schön genug ist, zu dies und zu das ist, sich nicht geliebt fühlt etc.?

Was würdest du ihr sagen, wenn sie sich einsam fühlt? Was würdest du deiner besten Freundin sagen, wenn sie etwas macht, was sie eigentlich gar nicht machen will, nur um es anderen recht zu machen.

Und was, wenn es ihr körperlich schlecht geht? Wenn sie Liebeskummer hat? Wenn sie irrational erscheinende Ängste hat? Würdest du sie kognitiv abtun? Oder wärst du für sie da und würdest sie halten?

Vermutlich ist die Antwort darauf ziemlich schnell klar gewesen. Wahrscheinlich würdest du ihr sagen, dass alles gut wird und dass du da bist und dass sie mit dir an ihrer Seite überhaupt keine Angst zu haben braucht. Weil du immer für sie da bist. Weil sie sich auf dich verlassen kann und weil du sie auffängst, ganz egal was ist. Du würdest sie in den Arm  nehmen und ihr zugestehen auch einmal in dieser vermeintlichen Schwäche der Mangelgefühle zu gehen, einfach mal nur traurig und deprimiert zu sein, einfach auch mal irrationale Ängste zu haben.

Du würdest ihren Emotionen Raum geben. Du würdest ihr zugestehen, den Emotionen Raum zu geben und sie einfach mal zuzulassen. Gleichzeitig würdest du ihr vermutlich auch Mut machen. Du würdest ihre Hand halten. Du würdest dir vielleicht sagen: geh nach hause und ruh dich aus!

 

„Tu was dir gut tut und scheiß darauf, was die anderen von dir erwarten. Mach, was für dich gut ist. Ich bin für dich da. Ich steh zu dir, egal was ist.“

 

Du wärst vermutlich eine ziemlich gute beste Freundin, wenn man das so bewerten darf. Du würdest wahrscheinlich sehr viel dafür tun, um für deine Freundin da  zu sein, sie aufzufangen und sie zu stärken. 

Du würdest ihr nicht sagen, wie sie anders und besser sein sollte, was sie verändern müsste, damit sie liebenswert und gut genug ist. Du würdest nicht sagen: Du müsstest jetzt eigentlich das und das fühlen und machen!  Sondern du würdest sie erst einmal so annehmen, wie sie ist, sie liebevoll an die Hand nehmen, anstatt wie ein dominanter Lehrender von oben auf sie herabzuschauen. Und jetzt kommt die wichtige Frage in Bezug auf das Thema des heutigen Podcasts:

 

Bist du dir selbst auch so eine gute Freundin, wie du sie für andere bist?

 

Bist DU auch DEINE beste Freundin?

 

Bist du auch für dich bedingungslos da, fängst dich auf, machst dir Mut, stehst an deiner Seite und lässt dich so sein, wie du bist in diesem Moment – in deiner vollen Pracht von was auch immer – Verwirrtheit, Emotionen, Leidenschaft, Ängsten, was auch immer gerade da ist.

Bist du in diesem Moment deine beste Freundin, wie du sie auch für andere wärst? Oder wertest du dich eher ab und machst dich eher klein und sagst, wie du anders sein solltest, wie du anders aussehen oder dich verhalten solltest. Sagst du, dass du schon viel weiter sein müsstest in deiner (spirituellen) Entwicklung oder deiner Persönlichkeitsentwicklung oder über eine Beziehung, die sich gerade getrennt hat, schon hinweg sein müsstest.

Schau mal und überleg mal ein Moment. Geh einfach mal spontan in deine Gedanken und schau, was jetzt gerade hochkommt. Gedanken und Erinnerungen, wo du vielleicht deine beste Freundin warst, wie sie gehandelt und gedacht hast. Und wo du es vielleicht noch nicht gemacht hast.

 

Ich habe in den letzten Jahren für mich ganz doll gemerkt, dass ich definitiv die meiste Zeit meines Lebens leider nicht meine beste Freundin war.

 

D.h. nicht, dass ich nie danach gehandelt habe, was für mich gut ist und nie mir selbst Mut gemacht habe. Natürlich habe ich das auch, aber ich war nicht meine beste Freundin. Sobald jemand anders z.B. Schmerzen hatte, habe ich superschnell schon immer sehr verständnisvoll gesagt: Geh doch nach hause, quäl dich nicht. Nimm dir die Zeit und Ruhe! 

Ich selbst dagegen habe mich früher so oft mit Schmerzen von  A nach B durch Jobs, Geburtstagsfeiern usw. durchgeschleppt, immer aus irgendwelchen Ängsten nicht gut genug zu sein, den Job zu verlieren, kein Geld zu verdienen, anderen nicht gerecht zu werden, keine gute Freundin, Schwester oder Tochter zu sein. Und wenn jemand gestresst war, habe ich gesagt: Komm, die Welt geht nicht unter! Komm lass es doch bis morgen warten. Ruh dich jetzt aus, wenn du eh grad keinen Drive hast, dann macht das doch gar keinen Sinn. Nimm dir eine Auszeit und dann mach weiter wenn du dich danach fühlst.

Das habe ich zu anderen gesagt. Ich selbst dagegen, habe früher so oft am Laptop gesessen, in extremen Zeiten – wie ihr wisst – wo ich noch so schlimm Migräne hatte und mich übergeben musste, bin ich ja zwischendurch beim Arbeiten auf Toilette gegangen um mich zu übergeben und dann bin ich zurückgekommen und habe weitergemacht. Ich habe Tabletten genommen und voller Druck mich da durchgeschoben, weil ich für mich beschlossen habe, dass das so sein muss. Ich war dann nicht die beste Freundin für mich. Wenn jemand versucht hat, möglichst moralisch zu handeln, ein „guter Mensch zu sein“ und dann aber doch mal was entgegen seinen eigenen oder allgemeinen gesellschaftlichen Normen getan hat, dann habe ich gesagt, dass alles halb so schlimm ist. Entspann dich, du hast ja niemanden umgebracht. Entschuldige dich, was auch immer. Vergib dir selbst, vergib dem anderen. Mach was, aber die Welt geht nicht unter. Morgen ist es vielleicht auch schon vergessen.

Wir alle machen diese vermeintlichen Fehler, die wir als Fehler empfinden. Aber als ich selbst vor einigen Jahren mal entgegen meiner Ideale gehandelt habe, so wie es mir eben gar nicht gepasst hat, habe ich mehrere Jahre echt schlimme Schuldgefühle gehabt und Albträume.

 

Ich habe mir selbst nicht so verziehen, wie ich das meiner besten Freundin verziehen hätte. Bei ihr wäre ich viel nachgiebiger gewesen.

 

Da hätte ich vielmehr gedacht: Mensch, schau mal: Du bereust das doch und hast daraus gelernt. Meine Güte, es ist vergangen, du hast dich entschuldigt und hast alles getan, was du tun konntest. Jetzt schauen wir in die Zukunft und nicht mehr in die  Vergangenheit.

Aber da war eine große Diskrepanz zwischen der besten Freundin für andere sein oder eine Freundin allgemein und wie ich mir selbst gegenüber war. Jetzt auf Bali habe ich wieder ein Beispiel, wo wieder ganz präsent wurde, dass meine innere beste Freundin zu mir gesprochen hat, mit und für mich gehandelt hat.

Und zwar habe war das die ganze Zeit beim Rollerfahren. Wenn jemand beim Rollenfahren sagen würde  „Oh, ich fahre super langsam Roller, weil ich Angst habe und weil ich vielleicht sogar schonmal einen Unfall hatte“ – dann würde ich immer sagen: „Versteh ich voll gut, fahr doch einfach langsamer. Meine Güte, fahr so langsam du willst, die Anderen können dich ja überholen, es ist ja überhaupt nicht schlimm“


Wie ihr vielleicht auch wisst, hatte ich selbst vor eineinhalb Jahren einen Rollerunfall, wo ich für ein paar Wochen behindert war durch meine Verletzungen. Seitdem fahre ich auch wesentlich vorsichtiger und habe wirklich Angst. Ich arbeite an dem Thema und es ist schon viel viel besser, aber es ist immer noch da. Es ist noch nicht gelöst. Zwischendurch habe ich immer wieder gemerkt, wie sich in mir doch ganz schön viel Druck aufbaut, dass ich das schon bearbeitet haben sollte, schon keine Angst mehr haben zu müssen und doch wieder entspannt fahren  zu könnnen. Denn die meiste Zeit ist ja nichts passiert.

Trotzdem bin ich in dieser Situation ganz oft nicht meine beste Freundin gewesen. Die hätte mir ja gesagt: Entspann dich! Fahr doch jetzt einfach so langsam wie du möchtest.!

Das habe ich zwar auch manchmal am Anfang gesagt, aber ich habe es mir nicht richtig geglaubt.

 

Die andere Stimme war dann trotzdem noch da, die gesagt hat: Ach jetzt hab dich mal nicht so. Halt mal nicht den ganzen Verkehr auf!

 

Ich achte aber ganz doll drauf, dass diese Stimme der besten Freundin viel, viel lauter ist und ich mache tatsächlich auch so mein Ding, egal was die hinter oder neben mir machen und denken. Das war auch wirklich hier der Weg, um mehr aus dieser Angst herauszukommen. Ich sage es ja immer wieder in meinen Podcasts: Die Gefühle wollen erst einmal da sein, sie wollen erst einmal angenommen werden, so wie sie sind und erstmal als das, was sie sind. Sie sind auch ein Geschenk. Und in diesem Falle z.B. will mein Unterbewusstsein mich davor warnen, nochmal so eine Erfahrung zu machen, wie ich sie da mit dem Unfall hatte.

Das heißt, sie will auch gesehen werden und es lohnt sich hinzusschauen und auch liebend und voller Dankbarkeit hinzusehen und zu sagen Danke, liebes Unterbewusstsein für diesen Hinweis. Ich werde vorsichtig sein. Ich bin eine gute Rollerfahrerin, aber ich werde vorsichtig sein. Ich werde aufpassen.

 

Ich nehme mich an in dieser ängstlichen Version, die ich da bin.

 

Wenn ich merke, dass ich meine Hände gerade wieder an die Griffe festkralle, weil ich gerade ängstlicher werde, dann werde ich mir dessen bewusst, ich entspanne sie bewusst, atme ganz bewusst in mein Herz hinein und sage meinem Unterbewusstsein, dass alles gut ist. Ich bin präsent. Ich bin jetzt hier. Genau das würde ich auch bei meiner besten Freundin sagen. Ich würde sagen „Entspann dich, atme mal tief durch, atme in dein Herz. Sei einfach da. Du schaffst das. Konzentrier dich. Es ist o.k. dass du Angst hast. Fahr einfach in deinem Tempo!“

Genauso würde ich zu meiner besten Freundin sein.

Ein anderes Beispiel, dass hier gerade präsent war, ist, dass ich letzte Woche bei einem sehr gehypten Event war.

Es war ein Event, bei dem getanzt wurde. Ich hatte mich total darauf gefreut, weil ich das die letzten Male schon immer nicht geschafft habe und man für die Tickets schon ein paar Stunden früher da sein und anstehen muss. Ich habe mich total gefreut, dass ich eines ergattert hatte.

 

Dann war ich da und ich fand es richtig doof.

 

Es waren für mich einfach viel zu viele Reize. Viel zu viel durcheinander und Neben-dem-Beat-Getanze, was mich richtig überfordert. Die Musik fand ich dann auch noch eher schlecht  – in meinen Ohren. Also eine Kombination, die mich definitiv nicht glücklich gemacht hat.

Ich habe dann versucht, einfach nochmal reinzukommen, mich aufs Tanzen zu konzentrieren, die Augen zu schließen, mich umzudrehen und ein bißchen für mich zu sein. Es war aber schwer, weil dort superviele Leute  – für mich auch zu viele  – waren.

 

Die Wahrheit ist, dass ich einfach keine Freude hatte.

 

Dann dachte ich an Susanne Hühn, an das Interview, dass ich mit ihr auf meinem Podcast geführt habe. Es ging dort um das innere Kind und es war ein sehr schönes Interview, falls ihr das noch nicht gehört habt.

Dann dachte ich also an mein inneres Kind und wie es schmollend in der Ecke saß, weil es Tanzen so sehr liebt. Ich liebe tanzen, das ist für mich der Ausdruck von Leichtigkeit – wie wahrscheinlich für viele von uns. Da kann mein inneres Kind tun, was es möchte und es hatte sich mega auf diesen Abend gefreut. Also ich habe mich darauf gefreut. Jetzt wollte das Kind aber einfach nur nach hause.

Dieser Teil in mir war also richtig unzufrieden. Da man aber froh sein kann, ein Ticket zu bekommen, und dafür auch schon ein paar Stunden vorher da sein muss usw., sagte mein Verstand  erst einmal, dass es vielleicht noch besser werden würde und ich ja jetzt schon so viel dafür getan habe.

Ich habe mir das für einen Moment angehört und habe ja auch versucht, das Beste für mich daraus zu machen. Denn du hast immer nur die Erfahrung, für die du auch gerade bereit bist. Wie gut oder nicht gut etwas ist, liegt vor allen Dingen an dir selbst. Aber ich habe dann einfach beschlossen, dass ich da hin gehen möchte, wo die Liebe ist. Scheiß drauf. Egal ob und wieviel ich dafür gezahlt habe, egal wie dankbar ich sein könnte, hier sein zu können, weil andere es toll finden. Wenn mir etwas keine Freude bereitet und wenn ich keinen Mehrwert darin für mich erkenne – also eines von beiden muss mindestens da sein, gehe ich. Ich bleibe nicht mehr.

 

Das habe ich früher so oft gemacht, dass ich irgendwo aus Anstand geblieben bin oder weil ich dachte, dass ich dafür schon Geld gezahlt habe oder eine weite Anreise gemacht habe.

 

Aber das mache ich nicht mehr, denn zu meiner besten Freundin würde ich auch sagen: Scheiß drauf, geh nach hause, wenn du was anderes jetzt lieber machen würdest, dann mach das jetzt nicht, denn du wirst nicht gezwungen.

Also bin ich durch die tanzende Menge und musste mich einmal durchmogeln. Dann bin ich nach hause gefahren. Das Event ging noch ein paar Stunden weiter, glaube ich.

 

Aber ich war unheimlich glücklich auf diesem Roller, weil ich so sehr gespürt habe, dass ich gerade bei mir bin.

 

Ich bin meine beste Freundin. Während andere sagen „Komm und bleib doch noch ein bißchen. Das wird bestimmt gleich besser“ bin ich nicht die, die versucht mich zu irgendwas zu überreden. Sondern ich bin die beste Freundin, die sagt, „Komm, wir gehen einfach. Wenn du keine Freude hast, dann lass uns gehen.“

Um auch nochmal die Schleife zu meiner Migräne zu machen:  so glücklich war ich eben, dass ich meiner Seele gezeigt habe, dass sie mir keine Krankheitssymptome mehr schicken braucht, damit ich für mich sorge. Vor allem habe ich mich auch hier wieder ganz bewusst abgegrenzt und ich war hier eben meine eigene beste Freundin. Ich war in Kontakt mit mir, mit dem, was ich eigentlich will. Das heißt, die Krankheit – die Symptome wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Gestresstsein etc. – zeigen, dass ich nicht gut genug bei mir bin (dass auch du nicht gut genug bei dir selbst bist, bei deiner eigenen Herzenswahrheit). Diese Symptome müssen dann nicht kommen, wenn man den Körper immer mehr lehrt, dass auch so für ihn gesorgt wird.

Das ist eine dieser kleinen Entscheidungen. Für mich war die Vorstellung, nach hause zu meiner Freundin zu fahren und mit ihr zu quatschen, in Ruhe mein Buch weiter zu lesen, einfach viel viel schöner und unglaublich erfüllender.

Es sind zwei superbanale Geschichten auf den ersten Blick, aber das sind sie in Wahrheit ja eigentlich immer.

 

Es geht immer im Grund darum, im Großen oder auch im Kleinen, für sich zu entscheiden, die eigene beste Freundin zu sein.

 

Das heißt, du kannst dich entscheiden, voller Mitgefühl zu sein, voller Verständnis und Liebe zu sagen „Ach Mensch, ja. Du fühlst dich so – o.k. ich habe erst einmal Mitgefühlt auch wenn ich kognitiv gerade nicht so verstehen kann oder doof finde, was du fühlst. Aber ich muss das gar nicht bewerten. Du fühlst dich so, das heißt, dass dies jetzt gerade deine Wahrheit ist. Das ist der Istzustand. Was machen wir jetzt? Können wir das hier ändern? Was können wir tun? Und ansonsten, gehen wir sonst einfach! Wir gehen jetzt den Weg, der für dich am besten ist.

 

Sei für dich eine beste Freundin, die dich in den Arm nimmt und die dir sagt, dass du gut bist, so wie du bist.

 

Sei eine Freundin, die dich an die Hand nimmt, wenn du dich fehl am Platz fühlst, so wie ich es da getan habe. Sei aber auch eine beste Freundin, die dir Mut macht, wenn du unbedingt von der Klippe springen willst, aber dich nicht traust, die dich ermutigt, den süßen Typen an der Bar anzusprechen – denn wenn der dich abblitzen lässt, dann ist er eh nicht mehr ganz zurechnungsfähig.

Sei eine beste Freundin, die dir täglich sagt, dass du nichts tun MUSST, aber dass du alles darfst und alles kannst. Sei eine Freundin, die dich zur vollen Selbstverantwortung ermutigt und die dir diese selbstgemachten Fesseln aus müssen und sollen, die die Menschheit so gerne benutzt, immer wieder aufzeigt, die dir immer wieder zeigt und dir dadurch zu immer mehr innerer Freiheit verhilft. Sei deine beste Freundin, die dich bedingungslos liebt, auf die du dich immer verlassen kannst, egal was drumherum passiert.

 

Du – in dir –  kannst dich immer wieder für dich entscheiden.

 

Ich habe beschlossen genau so eine beste Freundin für mich zu sein, im Kleinen und im Großen – und das ganz bewusst. Nicht einfach nur so solche Entscheidungen zu treffen, sondern bewusst zu wissen, ich tue das jetzt für mich, damit ich gesund und glücklich bin, damit ich nicht gestresst bin und nicht krank bin. Krankheitssymptome sind am Ende immer nur Zeichen, dass auch auf emotionaler Ebene etwas nicht stimmt – natürlich in Kombination mit körperlichen Themen, aber die Emotionen sind meiner Meinung nach ein ganz, ganz großer Faktor.

 

So viele Jahre habe ich mich nicht gut genug gesehen, nicht gut genug geliebt gefühlt, mich einsam gefühlt.

 

Anstatt wenigstens dann selbst für mich da zu sein und mir den Halt wenigstens selbst zu geben, den ich mir von Außen gewünscht habe, habe ich absolut destruktive Glaubenssätze verfolgt und dem alle Kraft gegeben. Anstatt mich also in den Arm zu nehmen und zu sagen, dass ich gut genug bin, dass es o.k. ist was ich fühle, dass es echt ist, weil es meine Wahrheit ist…Stattdessen habe ich alles getan, was man tun kann, um sich noch mehr von sich selbst zu entfernen, um sich noch mehr Schmerzen hinzuzufügen und den eigenen Glauben noch weiter zu bestätigen. Ich habe mit dieser Brille der negativen Glaubenssätze die ganze Zeit nur auf die Welt geschaut und sie mir immer wieder bestätigt, anstatt mitfühlend zu mir zu sein.

Bis ich beschlossen habe, dass es das nicht gewesen sein kann. Das kann hier auf dieser Erde nicht der Fokus sein und ich will das nicht!

 

Deswegen entscheide ich es auch immer noch jeden Tag bewusst.

 

Ich finde es ist eine Übung, immer wieder so sehr bei sich zu sein, dass ich mich der Liebe hinwenden möchte.

 

Ich BIN meine beste Freundin und ich möchte dich hier und jetzt einladen, auch deine beste Freundin zu sein.

Wenn du möchtest, dann setze dich vielleicht heute abend oder gleich nach der Folge hin und meditiere vielleicht ein bißchen, lege deine Hände auf dein Herz und verbinde dich mit der Liebe, die in dir ist. Auch wenn du ein bißchen graben musst, weil du gerade das Gefühl hast, dass da gerade alles ist, außer Liebe. Versuche es trotzdem. Sei einfach mit dir zusammen.

Versuche es mit Dankbarkeit, denn durch Dankbarkeit kommen wir immer am besten in die Liebe, das ist der Highway to Love. Also falls es vielelicht einen Menschen gibt, (wie bei mir: mein Neffe), ein bestimmter schöner Ort auf dieser  Erde, dein Partner, deine Familie, Freunde, Momente oder irgendwen für den du unglaublich dankbar bist.

Was auch immer es ist, verbinde dich einen Moment mit dieser Liebe in dir, dieser Freundin, die für dich handelt, für dich spricht, die alles aus vollster Liebe für dich will. Das ist deine beste Freundin und die ist immer da, denn du trägst sie genau im Herzen.


Wenn du es ausprobierst und spürst, es kommt nicht an, dann macht das auch nichts. Sei genau in dem Moment schon deine beste Freundin, indem du sagst: „Macht nix, dann spürst du eben jetzt gerade noch nichts! Ist doch nicht schlimm.“

Setze dich trotzdem hin, schließe die Augen und lege die Hände auf dein Herz und sprich erst einmal laut oder für dich diese Intention aus und sage dir selbst, dass du ab jetzt deine beste Freundin sein möchtest. Dann lerne sie erst einmal kennen. Lerne erstmal langsam dieses Gefühl kennen, was da ist.

 

Frage dich immer wieder bei Entscheidungen, was du deiner besten Freundin raten würdest und dann rate es dir.

 

Wenn du dann merkst „Nee, das will ich mir nicht raten!“, dann frage dich mal: Warum nicht? Warum mache ich da jetzt einen Unterschied? Warum würde ich das jemandem anders raten aber mir selbst nicht? Woran liegt das? Warum denke ich, dass ich das nicht wert bin?

Spiele damit mal ein bißchen, lerne dich kennen. Es ist genau dieses Kennenlernen von deiner besten Freundin, das heißt, von dieser Liebe und dem Wesenskern, den du in deinem Herzen trägst.

Wenn du möchtest, dann setze diese Intention und fange direkt an, dir diese Liebe zu schenken, die du auch anderen zugestehst. Dir gebührt diese Liebe ebenso.

 

Du verdienst diese Liebe, denn du bist diese Liebe.

 

Das sind diese „Good News of the Day“: Du BIST diese Liebe!

Deswegen verdienst du sie. Du hast sie schon in dir, das heißt du musst sie nicht verdienen (im Sinne von: etwas dafür tun). Du bist einfach diese Liebe. Das eine geht mit dem anderen einher. Du bist diese Liebe. Verbinde dich mit ihr und sei deine eigene beste Freundin!

Vielen Dank fürs Lesen. Ich hoffe, dass euch das Teilen dieser kleinen Story aus meinem Leben inspirieren konnte und ich freue mich wie immer auch ganz doll über Feedback hier in den Kommentaren. Oder auch wenn du mich auf iTunes unterstützen möchtest, mit ein paar Minuten Zeit, die du dir für mich nimmst. Dann hinterlass mir doch eine 5-Sterne Bewertung bei iTunes. Das hilft mir, meinen Podcast noch weiter in die Welt hinauszutragen und das, was mich selbst auf emotionaler Ebene  und dadurch eben auch physisch geheilt hat und immer noch heilt, mit mehr Menschen zu teilen. Das ist meine große Passion. Deswegen hab 1000 Dank, wenn du das unterstützt.

Hab einen wundervollen Tag!

Alles Liebe,

 

 

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