Wachst du morgens auf und dein erster Blick wandert routinemäßig aufs Handy? Oder begleitet dich Instagram & Co. auch pausenlos durch deinen Alltag, füllt Wartezeiten, ist als stummer Gast immer auf dem Tisch präsent und selbst beim Date nicht ausgeschaltet?

Wer von uns, in meiner Generation, kann denn wirklich behaupten, nicht handysüchtig zu sein?

Ich selbst verspüre diesen ständigen Kommunikationsdruck, die Erwartung einer zügigen Antwort, sei es auf Whatsapp oder per Mail. Dabei will ich gar nicht ständig erreichbar sein, will nicht ständig an diesem Kreislauf von Kommunikation und Warten auf Antwort teilnehmen.

Was macht der permanente und oft unbewusste Medienkonsum mit uns, mit unserer Laune und unserem Stresslevel? Ich erzähle euch heute von meinen Gedanken zum Umgang mit Digitalen Medien, meinen Erkennnissen aus einem Digitalen Detox und ich lade euch gleichzeitig ein, euren eigenen bewussteren Umgang mit Handy & Co. zu finden.

Falls ihr Lust habt, berichte ich euch gern weiterhin über meine Erfahrungen, wie ich die positiven Erfahrungen meines Digital Detox auch in meinen Alltag holen kann.

 

Raus aus dem Kommunikationsdruck! Digital Detox und meine Erkenntnisse für den Alltag

 

Ich möchte heute ein Thema mit euch teilen, was mich schon sehr lange beschäftigt. Ich merke mit den Jahren, dass dies immer stärker wird, weswegen ich es heute mit euch teilen möchten.

Ich weiß nicht, wie es dir da geht, aber bei mir ist es wirklich so, dass ich diese ganzen Media Devices, die Online-Tools und Programme sehr zu schätzen weiß. Aber genauso, wie ich sie zu schätzen weiß, stressen sie mich auch.

 

Es stresst mich, immer irgendwie erreichbar zu sein.

 

Noch mehr stresst es mich, dass viele Leute durch diese Erreichbarkeit schnell Rückmeldungen erwarten, wo man so denkt: Hä? Früher hättest du auch einen Brief geschrieben und es hätte bisschen gedauert, bis eine Antwort gekommen wäre.


Aber es gibt echt Menschen, die immer denken: Wenn du erreichbar bist, dann musst du auch schnell und zeitnah antworten. Vor allen Dingen durch das Handy entsteht so ein unausgesprochener, permanenter Kommunikationsdruck, selbst wenn etwas auch warten könnte.

Vielleicht kennst du das auch: wenn Whatsapp Nachrichten kommen, Facebook-Messages oder Emails oder was du sonst noch so nutzt, dass du das Gefühl hast, nicht hinterher zu kommen. Du hast das Gefühl, da wollen Leute Antworten, obwohl es auch nichts weltbewegendes eigentlich ist und wo man denkt: das könnte ich auch liegen lassen.

Aber trotzdem erwarten Leute Antworten.

 

Und irgendwie möchtest du auch gerne antworten, weil du sie ja auch gern hast und die Beziehung fortführen willst.

 

Bei mir ist das auf jeden Fall so. Vielleicht fühlst du dich auch nicht angesprochen dadurch, vielleicht aber auch schon.

Bei mir ist es wie ein Druck und ein Kreislauf, dadurch, dass ich es selbst auch will aber gleichzeitig merke, dass es mir viel zu viel ist. Ich will gar nicht ständig erreichbar sein. Ich will nicht immer an diesem kleinen Kasten hängen (oder auch an dem Größeren). Vielleicht kennst du das auch: wenn du mal gerne abschalten möchtest und dir richtig schön vorstellst, wie du jetzt Ruhe hast und … dann klingelt das Handy doch. Es lenkt dich eben doch ab und du guckst doch wieder auf diesen kleinen Kasten.

Vielleicht kennst du es aber auch aus der Richtung, dass du eben noch dachtest: Wow, es ist voll der schöne Morgen, mir geht es richtig gut und dann ist irgendwas passiert. Vielleicht eine Nachricht, vielleicht bist du auch auf Instagram herumgesurft, hast eine Email bekommen, eine Whatsapp oder was auch immer. Du hast irgendwo die volle Ladung negativer Energien durch dieses kleine Gerät herübergeschossen gekriegt. Direkt in dein Postfach, auf deinen Bildschirm. Eine Stunde später fragst du dich vielleicht, wo deine gute Laune hin ist. Was ist eigentlich passiert? Du versuchst zu analysieren, wo das hergekommen ist.

Wo war dieser Shift zur schlechten Laune?

 

Du merkst, dass es durch dieses kleine Gerät von außen gekommen ist. Irgendetwas, was man dir auch nicht diesen Moment gerade aufdrücken hätte müssen. Oder etwas, was du dir nicht hättest angucken müssen. Vielleicht warst du zwischendurch einmal eben auf Instagram, wollte es nur mal kurz gucken oder vielleicht etwas posten und dann hast du dich vielleicht verloren. Du hast dir die perfekten Beachbodies angeschaut und Beziehungfotos und Strandfotos von anderen angesehen und bist jetzt plötzlich gar nicht mehr so gut drauf, weil du dich plötzlich eher im Mangel fühlst. Dabei warst du doch vorhin noch ganz happy mit dir und deinem Leben. Ich vermute, dass einige von euch dieses Gefühl kennen.

Ich kenne es auf jeden Fall und ich kenne es auch von vielen Freunden und Bekannten um mich herum.

Oft entsteht dadurch auch ein Zwiespalt, bei mir auf jeden Fall. Einerseits, im Hier und Jetzt sein zu wollen und wenn es dann Piept, dann doch reflexartig zum Handy zu greifen.

 

Denn genau das ist es geworden, ein Reflex, ein Automatismus, ein Autopilot.

 

Das Entsperren des Handys passiert nämlich genauso automatisch. Wir machen es oft ganz unbewusst, sogar wenn nicht mal etwas gepiept hat, sondern einfach nur mal um zu checken, ob es nicht doch was Neues gibt. Ob wir nicht doch etwas verpasst haben, obwohl wir es ja eigentlich hören oder sehen würden, wenn ein Lämpchen leuchtet.

Aber man könnte ja auch etwas verpassen. Man könnte ja nicht mehr Teil des großen Ganzen sein, weil man sich zu lange rausgezogen hat, weil man sich abgeschottet hat und nicht erreichbar war. Im Vergleich zu manch anderen die ich kenne, bin ich persönlich schon ein relativ bewusster Handynutzer.

Aber ich frage mich, ob es wirklich jemanden unter uns gibt, der nicht handysüchtig ist – wenn wir ganz ehrlich sind  (ich meine damit „unsere“ Generation, meine Eltern vom Alter her jetzt nicht mit einbezogen). Ich weiß, es hören sehr viele unterschieldiche Leute zu. Ich meine damit v.a. alle die ca. unter 40 oder 50 sind. Ich denke, dass wir das Alter sind, in dem das vor allem aktiv ist. Ganz besonders nochmal bei denen unter 30 würde ich schätzen, wenn ich es jetzt so einkategoriesieren sollte. Einfach aufgrunddessen, dass die späteren Generationen  mehr mit den Medien aufgewachsen sind und es normal war, auch schon ein Handy zu haben. Ich war altersmäßig in der Grenzzeit, wo man noch nicht so früh ein Handy hatte, aber eben auch schon relativ früh, in der Jugend eben.

Kann wirklich jemand von uns behaupten, dass er nicht handysüchtig ist? Denn in irgendeiner Weise ist es vermutlich ein Großteil von uns. So sehr uns dieses digitale Gerät also auch Freiheit gibt, so sehr können wir diese Geräte – v.a. das Handy – auch zu unserem eigenen Gerfängnis machen – indem wir es unbewusst nutzen.

Genau deswegen habe ich mir vor ein paar Wochen eine Handyauszeit und fast eine komplette digitale Auszeit genommen. Ein digitaler Detox quasi. 

Das hatte ich zuletzt letztes Jahr als ich zehn Tage im Vipassana war. Aber dort war es etwas anderes. Es war natürlich einfacher dort. Du hast einen fixen Tagesablauf, keiner schaut sonst auf sein Handy. Jeder, für den das wichtig ist, weiß, dass du da jetzt bist. Jeder weiß, dass du gerade nicht kommunizierst. Du bist quasi in einer Blase. Du meditierst eigentlich nur und isst dazwischen und gehst schlafen.

Das ist also eine komplett andere Situation, finde ich. Zu meiner Erfahrung mit dem jetzigen Digital detox mache ich vielleicht noch mal ein Video. Vielleicht ist es auch schon online auf meinem YouTube Kanal, wo es ganz konkret um diese zehn Tage oder diese Woche nochmal geht. Ich kann euch insgesamt aber schon einmal in diesem Podcast sagen, dass es wirklich schön war.

Und zwar war es so schön, dass ich jetzt sehr gerne wiederholen möchte und vor allem regelmäßig wieder bewusst machen möchte.

 

Ich möchte wirklich bewusst alles ausmachen und wirklich sagen Nein, ich bin nicht erreichbar!

 

Ich überlege gerade für mich selbst, wie ich das am besten umsetze. Ich habe mein Handy derzeit auch immer mal wieder im Flugmodus. Ich bin gerade auf Bali. Ich habe mir beispielsweise auch gerade keine Simkarte geholt, was ich sonst immer tue, um zu arbeiten und um flexibler zu sein, was Instagram und Arbeit angeht. Aber das habe ich jetzt nicht getan und habe mein Handy viel im Flugmodus. Das ist super schön und ich überlege, wie ich das zu Hause mache.

Vielleicht setze ich mir gewisse Tage, zum Beispiel den Sonntag, um ihn komplett handylos bzw. immer im Flugmodus zu machen – damit ich noch Fotos machen kann (denn die mache ich auch gern).

 

Aber auch bei den Fotos kann man es bewusst machen.

 

Man muss nicht 50 000 Fotos machen, sondern mal wirklich gucken Was ist mir wirklich ein Foto wert? So wie früher, als man noch einen Film hatte und ein Foto 30 Pfennig gekostet hat. (ja, so alt bin ich 😉 ). Da hat man wirklich überlegt: Will ich das jetzt wirklich fotografieren? Ist es das mir wirklich wert?

Mal sehen, ich werde es für mich ausprobieren und sehen, was sich für mich gut anfühlt.

Falls ihr Bock habt, berichte ich auch gern noch darüber. Sicher auf Instagram in den Stories.

Abends, bis zum nächsten Morgen oder Mittag mache ich mein Handy tatsächlich auch schon länger aus. Ich habe es auch nicht in meinem Schlafzimmer, wenn ich schlafe, sondern ich habe es immer nebenan, in der Küche bei mir zu hause und ich würde das supergern noch erweitern.

 

Ich würde gern weniger Ausnahmen machen.

 

Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder Ausnahmen gemacht. Ich merke aber immer wieder, dass mich das aus der Balance bringt. Ich bin morgens nicht ganz in meiner Mitte, wenn ich mich schon früh mit dem Außen beschäftige, wenn ich schon so früh da rein gehe und gucke, was im Außen los ist. Das macht dann etwas mit mir, bevor ich geguckt habe: Wie geht es denn mir eigentlich heute? Was ist denn bei mir eigentlich los?

Das einmal als Inspiration für den einen oder anderen vielleicht, der da überlegt, wie er anfangen möchte. Für mich ist dieses „mal nicht erreichbar sein“ total schön. Ich habe wirklich gemerkt, dass es auch cool ist, sich mal oldschool, verbindlich merhere Tage vorher zu verabreden und dann auch nicht nochmal morgens nachzufragen.

Vielelicht machen das welche von euch noch, aber ich mache das selten. Ich kenne das, dass man dann doch nochmal bei Whatsapp fragt: Hey, ich freue mich auf später. Steht das noch? Ich bin eine halbe Stunde zu spät. etc. Mal ohne sowas, sich einfach total entspannt und gleichzeitig verbindlich zu verabreden. Und dann einfach da zu sein.

Wenn der andere nicht da ist, eine halbe Stunde später, dann einfach zu warten. Das klingt total banal, aber in meiner Welt passiert das so nicht mehr. Man vergewissert sich dann doch noch mal, ob der Termin steht in 4 Tagen.

 

Das schönste an meinem Experiment war, dass ich es nicht vermisst habe, mein Handy zu nutzen.

 

Es hat sich eher wie eine absolute Erleichterung angefühlt. Ich hatte das Gefühl, mehr Raum zu haben. Mehr Raum für mich selbst und für die Natur. Ich habe auch gemerkt, wie schön es ist, noch bewusster voll bei meinem Gegenüber in dem Moment zu sein, wenn ich mich unterhalte. Und das nicht, weil ich sonst immer an meinem Handy hänge, sondern, weil es diese Möglichkeit nicht gibt. Mein Unterbewusstsein weiß, dass jetzt gerade keine Nachrichten kommen. Es kann quasi nichts passieren. Ich kann nichts reinkommen, was mich doch gedanklich abschweifen lassen würde. Das ist gerade aus.

Dadurch kann ich mich noch mehr auf den anderen konzentrieren  und in dem Moment sein.

 

Ich finde es auch super schön, wenn kein Handy auf dem Tisch liegt.

 

Bei mir ist es nicht so, aber beim iPhone ploppen dann immer Nachrichten auf. Finde ich voll stressig. Ich mag das überhaupt nicht und finde es so schön, wenn das nicht ist, wenn kein Handy auf dem Tisch liegt, das ständig aufploppt und wo der andere oder man selbst immer wieder draufguckt.

Ich finde es auch schön in Wartesituationen, das Warten auch mal als solches anzunehmen und mich nicht gleich abzulenken. Und man kann auch mal beobachten, wann ich da z.B. zum Handy greifen würde und warum.

Warum mache ich das? Warum greife ich zum Handy? Warum öffne ich Instagram? Warum gucke ich bei WhatsApp? Warum mache ich diese ganzen Sachen? In welchen Situationen und warum?

Wie geht es mir da und wovon möchte ich mich vielleicht gerade ablenken?

 

Wie gesagt, ich bin nicht ständig am Bildschirm aber irgendwie passierrt es dann eben doch. Zum Beispiel, dass ich nur schnell auf Instagram etwas posten wollte und ich dann feststelle, dass eine halbe Stunde vergangen ist und ich dann auf dem Profil von Guildo Horn gelandet bin (random fact der letzten Woche 😉 ). Tatsächlich bin ich dann auch zu meiner Freundin gegangen und meinte so: Sag mal, wusstest du eigentlich dass Guildo Horn noch aktiv ist? Und sie hat mir geantwortet: Wollte ich das wissen? In dem Moment dachte ich so (und habe es auch gesagt): Nee, vermutlich nicht und ich ehrlichgesagt eigentlich auch nicht.

 

Aber, da hat er mich wieder, der Sog der sozialen Netzwerke, der Medien, des Handys.

Meist, wenn so etwas passiert, erschrecke ich mich wirklich selbst. Nach ein paar Minuten oder manchmal auch einer halben Stunde.

 

Dann habe ich das Gefühl, für einen Moment in einem Tunnel gewesen zu sein.

 

Vielleicht kennst du das. Es ist wie ein Tunnel. Als wäre man kurz fernab vom Hier und Jetzt gewesen. Man liest, betrachtet, bewertet, bewertet sich selbst, sein Leben, das Leben von anderen. Denn wir alle bewerten. Ob wir es nun gut finden oder nicht. Es muss ja auch nicht immer schlecht sein, sondern es hat ja auch durchaus seinen Sinn auf dieser Welt – in gewissem Maße.

Aber es kann eben auch dafür sorgen, dass wir uns von der Liebe wegbewegen und zwar hin in den emotionalen Mangel. Da fühlt man sich schon nicht mehr so geil hinterher. Vielleicht kennst du das. Vielleicht hast du auch das Gefühl, dass du total frei bist von diesem ganzen Kommunikations- und Handystress und Social Media-Stress. Vielleicht geht es dir da ganz anders als mir. Vielleicht geht es dir aber auch ähnlich wie mir. Vielleicht fällt es dir aber, dadurch dass du immer bewusster bist, immer mehr auf, dass du etwas ändern möchtest an deinem Verhalten – obwohl du die Medien schon bewusster nutzt. Vielelicht merkst du, dass es noch nicht genug ist. Ich will noch mehr verändern! Ich will mich da noch mehr wieder frei machen von dieser Erreichbarkeit, von dem ganzen Online-Leben.

 

Mein Ziel für mich persönlich ist: Ich möchte das Handy wieder mehr mit Spaß benutzen. 

 

Ich möchte es als  Hilfe-bringendes-Tool betrachten und nicht mehr als einen 24/7 Begleiter, der quasi von der Toilette bis zur Warteschlange bis ins Bett bei uns Menschen immer dabei ist, denn das ist es bei vielen, ob wir es zugeben wollen oder nicht.

Der Grund dafür ist, dass ich für mich gemerkt habe: Je mehr ich mich in die Medien stürze, desto mehr entferne ich mich von diesem „Ich bin“-Gefühl,  von unserem wahren Selbst, im Hier und Jetzt.

D.h. nicht, dass ich generell gegen die Medien bin, überhaupt nicht. Ihr wisst, ich nutze sie gern. Ich liebe Instagram Stories für mich selbst zu machen. Ich mache das alles total gern. Es hilft mir, mit vielen tollen Menschen überall auf der Welt in Kontakt zu sein. Es hilft mir, mit euch in Kontakt zu sein, meine Erfahrungen zu teilen und zu hören, was ihr zu erzählen habt. Mein Job ist es zu einem sehr großen Teil immer noch online-basiert. Ich schätze das also alles und bin dankbar dafür. Aber je bewusster ich durch das Leben gehe, desto mehr merke ich auch, dass mich zu viel von diesem Online-Konsum davon abhält, mir des Momentes wirklich bewusst zu sein, kreativ zu sein, den Sand unter den Füssen zu spüren, das Gras zwischen meinen Fingern und die Farben um mich herum.

 

Stattdessen bringen mich diese Medien oft in eine Parallelwelt.

 

Und so ist es auch jetzt gerade während ich hier sitze. Ich erzähle und bin natürlich auch in meinen Gedanken, aber ich gucke schon auf mein Mikrofon und meinen Bildschirm, auf dem ich Notizen geschrieben habe. Ich bin auch jetzt gerade in so einer kleinen Parallelwelt 🙂

Deswegen bin ich für einen sehr bewussten Umgang mit den Medien. Die meisten von uns dürfen das erst lernen. Ich gehöre da auf jeden Fall dazu, denn das ist alles noch ziemlich neu. Auch die Herausforderungen, die dadurch entstehen, sind noch ziemlich neu. Beide Seiten. Die Vorteile aber eben auch die Gefahren.

Dazu gibt es inzwischen ja auch ganz schön viele Studien, die immer mehr davon reden, über diesen permanenten Kommunikationsdruck durch das Handy, von diesem subtilen, unterschwelligen Dauerstress in dem wir uns körperlich befinden  ohne es zu merken, weil es für uns so normal geworden ist. Ich möchte dich deswegen, aber auch aus persönlicher Erfahrung, mal dazu einladen, in dein Leben zu schauen und dich in deinem Alltag zu beobachten.

 

Schau mal, wann du zu digitalen Geräten greifst und warum.

 

Schau mal wie es dir danach geht, was es mit dir macht. Vielleicht schaust du auch mal, wie oft du den Bildschirm am Tag entsperrst. Dazu gibt es verschiedene Apps, du kannst ja einfach mal in deinem App-Store schauen. Ich hatte es einmal eine zeitlang installiert, aber jetzt nicht mehr.

Es gibt Apps, die das tracken und auch gucken, wieviel Zeit du am Handy oder Laptop verbringst, wieviel Zeit auch auf welcher App. Wie lange warst du auf WhatsApp und wie lange auf Facebook und Instagram usw. 

Diese Apps können dabei helfen, aber in erster Linie kann dir dein Kopf dabei helfen und dein Herz.

 

Geh bewusster mit den digitalen Geräten und den sozialen Medien um.

 

Der Anfang dahin ist zu beobachten, wie und wann man sie nutzt. Dann geht es im nächsten Schritt darum, herauszufinden wie man für sich selbst einen bewussteren Umgang finden kann. Das kann bei mir ganz anders sein als bei dir. Ich finde es beispielsweise auch eine schöne Idee und Herangehensweise, nur noch gezielt zu schreiben, wenn man auch wirklich etwas zu sagen hat. Nicht so random schreiben, um ständig in Kontakt zu sein und sich gegenseitig zu bestätigen, dass alles gut ist und wir uns alle lieb haben und wir nicht allein sind, sondern wirklich bewusst, wenn man etwas zu sagen hat. Wenn man wirklich was Richtiges zu sagen hat – dann bewusst in Kommunikation zu treten und ganz bewusst bei dem anderen zu sein.

Und ansonsten lass das Handy vielleicht mal auf Flugmodus oder komplett ausgeschaltet. Finde heraus, was für dich wirklich die angenehmste Art ist, welcher Umgang für dich gut ist mit Handy und Co. .

Denn das ist auch wirklich wieder völlig individuell und zeig auch da nicht so mit dem Finger auf andere, auch wenn es manchmal schwer ist. Schau eher: Wo mache ich das vielleicht auch? Wenn euch das bei anderen nervt, dann denkt auch an das Thema Projektion: Warum nervt mich, dass der andere die ganze Zeit am Handy ist? Vielleicht bin ich auch manchmal ganz schön viel am Handy. Vielleicht nervt mich das auch und ich finde, dass ich auch zu viel dran bin.

 

Schreib mir sehr gerne in die Kommentare eure Tipps zu dem Thema, was euch da hilft und was für euch die Balance ist – falls ihr sie schon gefunden habt oder falls ihr bewusst Apps oder Tools nutzt, dann schreibt auch diese gerne rein.
Ich bin dabei gerade am Ausprobieren und würde mich total freuen von euch zu hören. Hier oder auf Instagram unter meinen Posts.

Alles Liebe,

 

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